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Das Ursprüngliche hautnah erleben – die Paleo Touren 2018!

Seit 2013 führen wir in unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Jens Freese (Institut für Natursport und Ökologie der Deutschen Sporthochschule) Paleo Touren in der Eifel durch, in denen wir 4 Tage und 4 Nächte unter simulierten steinzeitlichen Umweltbedingungen leben. Die Touren sind weder Überlebenstraining noch Fastenwanderung. Wir schlafen in freier Natur, Nahrung und Wasser suchen und sammeln wir wie vor über 10.000 Jahren. Aber keine Sorge: Für ausreichend Nahrung ist gesorgt. Dafür sorgt ein erfahrenes Team im Hintergrund. Dein Tag startet nach dem Prinzip: Erst bewegen, dann essen. Die Sammel- und Jagdtouren sind durchweg gemächlich (Wandertempo) und mental sehr entspannend, so dass jeder Gesunde in jedem Alter daran teilnehmen kann. Unser ältester Teilnehmer war 72 Jahre.

Die Paleo Touren werden wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse der vergangenen Touren wurden nicht nur in internationalen Fachmagazinen veröffentlicht, sondern sind aus Sicht der Präventivmedizin äußerst vielversprechend. In nur 4 Tagen konnten wir eine Vielzahl gesundheitsrelevanter Blutparameter positiv beeinflussen. Das hat uns gezeigt, dass sich unser “Steinzeitkörper” in Rekordzeit wieder unserem ursprünglichen Lebensstil als Jäger und Sammler anpassen kann. Bei jedem von uns!

Im Sommer 2018 veranstaltet “Sascha Krüger personal food & fitness coach” die nächsten Paleo Touren, im Juli sogar wieder mit wissenschaftlicher Begleitung. Wenn Du an diesem einmaligen Naturerlebnis teilnehmen möchtest, dann sende uns Deine Kontaktdaten, um Dir einen Platz in einer der Paleo Touren 2018 zu sichern. Wir werden uns dann mit Dir in Verbindung setzen, um die Buchung abzuschließen.

Termine: 18. – 22. Mai 2018  | 12.
– 16. Juni 2018 | 25.– 29. Juli 2018

WO: Naturpark Südeifel

KOSTEN : 550 Euro (inkl. MwSt und Vollverpflegung)

Alle weiteren Infos erhalten Sie nach Versendung ihrer Kontaktdaten

Back to the roots: Warum wir der modernen Wohlstandsverwahrlosung die Stirn bieten müssen

Die Steinzeit steckt uns nicht nur in den Knochen, sondern vor allem in unseren Genen. Deshalb untersuchen wir seit 2011 mit einer internationalen Arbeitsgruppe die Auswirkungen einer steinzeitlichen Lebensweise auf unseren Organismus – ein Leben ohne Smartphone, Terminkalender, Umsatzziele, Bürostühle, künstliches Licht und verpackter Industriekost.

Je nach Jahreszeit mussten unsere Vorfahren mehr oder weniger lange Wanderungen unternehmen, um in lukrative Jagdreviere zu kommen oder entlegene Wasserquellen aufzuspüren. Die längste Zeit der Menschheitsgeschichte waren der Mensch auf der Jagd nach Energie- und Wasserquellen, Vitaminen, Spurenelemente und essentiellen Aminosäuren. Heute jagen wir Euros, Börsenkursen oder der eigenen Selbstverwirklichung hinterher. Die Jahreszeit bestimmte nicht nur unser Nahrungsangebot, sondern auch den Kraftaufwand, den wir investieren mussten, um an energiereiches Fett, Aminosäuren, Glukose, Vitamin C und Co. zu gelangen. Wie auch immer die Nahrung in der Steinzeit in den verschiedenen Erdteilen tatsächlich aussah, die Verfügbarkeit war ganz sicher ein universales Problem, das vor Erfindung des Kühlschranks eine tägliche Herausforderung darstellte – ob im Sommer bei Gluthitze oder im Winter bei klirrender Kälte.

Wider unserem genetischen Erbe – oder die Verfettung der modernen Welt

Aufgrund der wechselnden Umweltbedingungen, auf die sich unsere Vorfahren einstellen mussten, gehen wir davon aus, dass sich der menschliche Stoffwechsel genetisch an Nahrungskarenz und Wassermangel angepasst haben muss. Unser Stoffwechsel musste über zwei Millionen Jahre  Karenzphasen überbrücken, sonst wären wir als Homo sapiens wie der Neanderthaler längst ausgestorben. Für das Überleben entwickelte unser Organismus unterschiedlichste Strategien. Um eine zu nennen: Der Mensch besitzt einen Fruktosetransporter, der ohne Anwesenheit von Insulin, Fruchtzucker aufnimmt. Ein Großteil dieser Fruktose wird direkt in Fett umgewandelt. Dieser Mechansimus war in den kurzen Phasen des Überflusses ein entscheidender Überlebensvorteil. Denn wenn Früchte im Spätsommer reif wurden, verzehrten unsere Vorfahren vermutlich Unmengen davon, um den nötigen Winterspeck anzulegen.

Heute werden im Dezember Kiwis und Orangen aus fernen Ländern eingeflogen. Fast allen industriell hergestellten Lebensmitteln wird inzwischen raffinierte Fruktose beigemischt. Dadurch nehmen wir so hohen Mengen auf, dass wir den Winterspeck nie mehr los werden. Die epidemiologsichen Daten aus allen Industrieländern sprechen in dieser Hinsicht Bände: Adipositas ist in den Industrieländernder Normalzustand. In den USA bringen 2 Millionen Menschen mehr als 200 kg Körpergewicht auf die Waage!

Before they pass away: Was wir von den letzten Urvölkern dringend lernen müssen

Unsere metabolische Flexibilität ist wahrscheinlich der entscheidenden Faktor, warum wir als Homo sapiens zum alles dominierenden Lebenwesen auf der Erde wurden. Der moderne Lifestyle beschert uns Nahrung, Getränke, Konsum, mediale Reize und Sitzfleisch im Überfluss. Zu jeder Tag- und Nachtzeit können wir an jeder Ecke Kalorien, Flüssigkeiten und Mineralien aufnehmen. Bewegung ist zum Luxusgut verkommen, denn Muskelarbeit erfüllt in unserer ökonomisch geprägten Welt keinen existentiellen Nutzen mehr.

Das Ergebnis unser unnatürlichen Lebensweise spiegelt sich in chronischer Entzündungen, Infarkte des Herzkreislaufsystems, Diabetes Typ 2, Krebs, Alzheimer und Autoimmunerkrankungen wieder – viele davon waren vor 100 Jahren noch unbekannt. Auch die heute noch in entlegenden Gebieten der Erde lebenden Jäger- und Sammler-Völker kennen diese modernen Killer-Erkrankungen kaum. Erst seitdem die Pizza aus Dänemark nach Grönland einfliegt, erkranken die Inuit an den typisch westlichen Wohlstandskrankeiten.

2.5 Mio Jahre hat sich der Mensch an die Natur angepasst. Seit 100 Jahren passen wir die Natur an uns an. Mit der Erfindung von Kühlschrank, Verbrennungsmotor, Fast Food, Mobilfunk und Internet hat sich unsere ursprüngliche Lebensweise in Rekordzeit so drastisch verändert, dass unser steinzeitlich geprägtes Genom nicht nur an seine Grenzen gestoßen ist, sondern bereits über der Toleranzgrenze liegt. In unseren Studien wollen wir deshalb mehr darüber erfahren, was in unserem Inneren passiert, wenn wir uns einige Zeit in die vermeintliche Steinzeit zurückversetzen.

Das Steinzeit-Projekt: Unsere Feldforschungen in der “Wildnis” der Südeifel

2013 haben wir mit Felduntersuchungen in der Südeifel begonnen. Dabei kam heraus, dass sich unser Stoffwechsel binnen weniger Tage wieder an die Steinzeit erinnert und auf alternative Stoffwechselwege zurückgreift, wenn Nahrung erst gesammelt oder gejagt werden muss oder anders gesagt: Wenn wir uns vor der ersten Mahlzeit bewegen müssen, bevor wir neue Kalorien aufnehmen. Dieses Verhaltensmuster steht im Gegensatz zu den Empfehlungen führender Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die DGE ist der Meinung, Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit, damit der moderne, übergewichtige Mensch „gestärkt“ in den Tag gehen kann. Nicht nur unser Biorhythmus spricht gegen diese These, auch unsere Daten zeigen, dass ein durch Überernährung und Bewegungsmangel prädiabetischer Stoffwechsel in nur wenigen Tagen neu programmierbar ist.

Im Sommer 2013 haben sich 15 Trainer und Interessierte in einer Pilotgruppe an unserer 4-tägigen Steinzeit-Tour durch die Südeifel beteiligt. Die Ergebnisse waren so ermutigend, dass wir 2014 die Studie auf 30 Teilnehmer ausgedehnt haben. Und auch diese Studie konnte eindrucksvoll belegen: In nur 4 Tagen passt sich unser Stoffwechsel wieder unserem genetischen Erbe an – Blutzucker- und Insulinspiegel, Cholesterinwerte etc. sind in Rekordzeit auf gesundem Normalniveau – ohne Medikamente! Alle absolvierten Studien wurden übrigens wissenschaftlich aufbereitet und in internationalen Fachmagazinen veröffentlicht.

Impressionen aus unseren Studien findest Du hier:
www.instagram.com/paleoleben