In der prospektiven Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study (KIHD) der Universität von Ostfinnland verfolgen Forscher seit 1984 die Essgewohnheiten 2212 Männern. Zu Beginn der Studie hatte keiner der Teilnehmer Diabetes. Nach 19,3 Jahren entwickelten 422 von ihnen einen Diabetes mellitus Typ II. Die Studienleiter untersuchten unter anderem die Menge an Omega-3-Fettsäuren im Blut sowie die Quecksilberbelastung mittels Haaranalyse. Die Ergebnisse der Omega 3-Konzentration wurden in vier Anteile aufgeteilt. Dabei hatten Männer mit dem niedrigsten Omega-3-Gehalt im Blut ein um 33% erhöhtes Diabetes-Risiko im Vergleich zu Männern mit dem höchsten Anteil. Die Männer bezogen ihre Omega 3-Fettsäuren zum grössten Teil aus Fisch in der Nahrung.

Auch diese lang angelegte, prospektive Studie konnte eindrucksvoll belegen, dass eine erhöhte Menge an mehrfach ungesättigten Omega 3-Fettsäuren das Risiko an Diabetes zu erkranken minimiert. Vor diesem Hintergrund sollte man noch erwähnen, dass 2012 in Deutschland pro Kopf nur 5,2 kg Fisch eingekauft wurden (Quelle: FIZ), während der Zuckerverbrauch seit fast 40 Jahren konstant bei ca. 36 kg liegt (Quelle: zuckerinfo).

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